Die Grenzen der Unternehmung: Beiträge zur ökonomischen by Ralph Wagner

By Ralph Wagner

Unternehmen sind aus dem Leben der Industrieländer des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken. In der Bundesrepublik Deutschland gab es 1992 beispielsweise ungefähr 55000 Industrieunternehmen mit etwa 10 Millionen Beschäftigten, quickly 40000 Großhandelsunternehmen mit über 1 Million Beschäftigten und annähernd 1 160000 Einzelhandelsunternehmen mit mehr als 2 Millionen Beschäftigten. Die Einwohner der Industrieländer stellen tagtäglich den Unternehmen ihre Arbeitskraft und ihr Kapital zur Verfügung und konsumieren die von den Unternehmen produzierten materiellen Güter und Dienstleistungen. Angesichts der Bedeutung, die Unternehmungen für den Wirtschaftsprozeß haben, ist es erstaunlich, daß seit Adam Smiths bahnbrechenden Überlegungen zum Wohlstand von Nationen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses von Ökonomen sehr viel häufiger der Markt als die Unternehmung gestanden hat. Dies ist wohl nur durch die Faszination zu erklären, die das wundersame Funktionieren der "Unsichtbaren Hand" im Vergleich zum anscheinend selbstverständlichen 2 Funktionieren der "Sichtbaren Hand" hervorruft. Zum ersten Mal wurde von Coase mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß Unternehmungen und Märkte substitute Institutionen zur Koordination ökonomischer Aktivitäten sind. Im Rahmen seines berühmten, 1937 erschienenen Aufsatzes "The Nature of the company" gelangte er zu der fundamentalen Einsicht, daß sowohl die zentrale Koordination in Unter­ nehmungen als auch die dezentrale Koordination auf Märkten mit Kosten verbunden sind, aufgrund derer keine Koordinationsform -d. h. weder Unter­ nehmung noch Markt -der anderen generell überlegen ist.

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Die Grenzen der Unternehmung: Beiträge zur ökonomischen Theorie der Unternehmung

Unternehmen sind aus dem Leben der Industrieländer des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken. In der Bundesrepublik Deutschland gab es 1992 beispielsweise ungefähr 55000 Industrieunternehmen mit etwa 10 Millionen Beschäftigten, quickly 40000 Großhandelsunternehmen mit über 1 Million Beschäftigten und annähernd 1 160000 Einzelhandelsunternehmen mit mehr als 2 Millionen Beschäftigten.

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Zu beachten ist jedoch eine grundsätzliche Eigenschaft der Anreizschemata: In die Lösung (X gehen Komplementaritäten der Profitfunktion 1t(t) nicht ein, sondern lediglich Komplementaritäten der Beobachtungen und der Kosten des Agenten. Im zweiten Fall sei eine Beobachtung vergleichsweise genau (Extremfall EI =0) und die andere ungenau (<122 » 0): xl =tl und x2 =t2+E2. Die Kosten für die Aktivitäten seien Substitute in der Kostenfunktion des Agenten: C12 > O. Das optimale Anreizschema für t» 0 berechnet sich zu: (Xl = l-r<122C12(X2 und (X2 =1/( 1+r<122C22).

A(S)lx). Bezüglich der Aufteilung des Ergebnisses V(x) der ex post entstehenden Superkoalition nehmen Hart und Moore an, daß sie kooperativ nach dem Konzept vom "Shapley Value" erfolgt. (I- s)! und s =ISI, der Anzahl der Individuen in S. I! Der Shapley-Wert, hier als Funktion der Investition und der Kontrollstruktur, ist allgemein der erwartete Grenzbeitrag eines Individuums i zu Zufallskoalitionen. Das Individuum erwartet als Anteil den gewichteten Durchschnitt seines Grenzbeitrages zu allen möglichen Zufallskoalitionen.

Die Investitionsanreize für 2 werden dagegen eindeutig geringer. Für die Arbeitnehmer w2 ist keine eindeutige Aussage möglich. Sie verlieren in den Fällen, in denen sie mit 2 eine Koalition bilden, den Zugang zu a2, gewinnen dafür aber den Zugang zu beiden Sachkapitalgütern, wenn sie mit 1 in einer Koalition sind. Eine präzise Aussage bezüglich der Vorteilhaftigkeit bestimmter Eigentumsstrukturen kann letztlich natürlich nur für eine genau spezifierte Situation gemacht werden. Es wird aber wie beim Modell von Grossman und Hart deutlich, daß ein Zielkonflikt bezüglich der Setzung von Anreizen für die verschiedenen Parteien besteht, aus dessen Ausbalancierung sich letztlich die optimale Eigentumsstruktur bestimmt.

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